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Nicht auf dem Rücken der Fahrgäste

Keolis Deutschland hat der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft noch einmal klar die Offenheit für ein weiteres Gespräch signalisiert

Düsseldorf, 19. Dezember 2019 – „Der Streik darf nicht weiter auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen werden“, sagt Anne Mathieu Geschäftsführerin Keolis Deutschland. Am heutigen Donnerstag hat die Geschäftsführerin nochmals der EVG mitgeteilt, dass sie stets einem weiteren Gespräch offen gegenübersteht. Seit 10 Tagen wird die Arbeit in der eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen niedergelegt; einige Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer beteiligen sich ebenfalls am Streik. „Auch wenn bisher lediglich 7 % unserer Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen teilnehmen, müssen wir Maßnahmen treffen, um unseren Fahrgästen einen zuverlässigen Informationsfluss bieten zu können“, ergänzt Mathieu. Bisher versucht das Unternehmen die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Streikschwerpunkt ist im Ostwestfalen-Lippe-Netz. Aufgrund der anhaltenden Streikaktivitäten hat Keolis ein Ersatzkonzept entwickelt. Das bedeutet, um technische Ressourcen zu schonen und langzeitig einsetzen zu können, wird das Sitzplatzangebot netzübergreifend reduziert. Ziel ist es, die Flotte möglichst lange ohne notwendige Reparaturen oder Abnutzungsarbeiten einsetzen zu können. Die eurobahn bittet die Fahrgäste sich stets über die Homepage https://www.eurobahn.de/verkehrslage/ zu informieren.

 

Keolis Deutschland hat im Sommer nochmals ein verbessertes Angebot der EVG vorgelegt. Grundsätzlich scheiterte bisher ein Abschluss des Tarifvertrages am Wahlmodell II, welches 42 Tage Jahresurlaub vorsieht.

 

 

Mit über 65.000 Mitarbeitern in 16 Ländern gehört Keolis international zu den bedeutendsten Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen. In Deutschland nahm Keolis unter dem Markennamen „eurobahn" im Jahr 2000 den ersten Betrieb auf. Heute ist Keolis Deutschland mit einem Streckennetz von aktuell 16,3 Mio. Zugkilometern pro Jahr einer der größten privaten Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen betreibt derzeit vier Netze (Maas-Rhein-Lippe-Netz, Hellweg-Netz, Ostwestfalen-Lippe-Netz, Teutoburger Wald-Netz) mit insgesamt 15 Linien und beschäftigt rund 850 Mitarbeiter. Seit 2016 haben außerdem Keolis-Triebfahrzeugführer das Steuer des Thalys auf dem deutschen Streckenabschnitt von Dortmund nach Aachen mit jährlich 650.000 Zugkilometern in der Hand.