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Pressemitteilungen

Flottenweite Prüfung bewirkt Kapazitätsabweichungen

  • Sicherheitsmaßnahmen führen zum verminderten Platzangebot
  • Fahrzeuge in Folge unverschuldeten Unfällen zur Reparatur
  • Schienenersatzverkehr auf der Linie RE 78
  • Pünktlichkeit auf der Linie RB 50 konnte mit dem neuen Fahrplan stabilisiert werden

Düsseldorf, 02. November 2018 – Die aktuelle Betriebslage bei der eurobahn ist auch für das Unternehmen KEOLIS Deutschland nicht zufriedenstellend. „Aktuell ist unsere Fahrzeugflotte von mehreren Ereignissen betroffen, die einen stabilen Betrieb stark beeinträchtigen. Unser Werkstatt-Team sowie die Fachbereiche arbeiten mit höchster Sorgfalt und Qualität. Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Fahrgästen und Partnern, dass wir aktuell nicht unseren vollen Service anbieten können“, sagt Magali Euverte Chief Executive Officer KEOLIS Deutschland. Die Fahrgäste sind vom verminderten Platzangebot betroffen; Zugausfälle werden weitestgehend verhindert. Die Hintergründe, der aktuell nicht vollständig verfügbaren Fahrzeugflotte von rund 90 Fahrzeugen, haben verschiedene Ursachen. Voraussichtlich wird der Großteil der Prüfungen Ende November abgeschlossen sein.

Sicherheitsprüfung von Radsätzen
Seit Mitte August wird bei KEOLIS Deutschland eine flottenweite Prüfung vollzogen. In den Werkstätten in Hamm-Heessen werden die Triebzüge vom Typ FLIRT1 sukzessive untersucht. Nach der Feststellung eines Schadens am Laufwerk hat KEOLIS Deutschland reine Vorsichtmaßnahmen ergriffen. Das Laufwerk (Fahrwerk) ist mit den Radsätzen und Bremskomponenten entscheidend für die Fahrstabilität und das Bremsvermögen des Zuges und somit der sicherheitstechnisch wichtigste Bereich im Fahrzeug. Entsprechend sensibel wird reagiert, wenn es - auch nur den Verdacht – einer Unregelmäßigkeit geben sollte. Im konkreten Fall wurde ein erhöhter Verschleiß an einer Bremsscheibe eines Radsatzes festgestellt. Durch die flottenweite Prüfung wird ausgeschlossen, dass ein dieser an weiteren Fahrzeuge Bestand haben könnte.

„Für uns ist „Safety first“ keine Floskel. Aufgrund dessen sehen wir uns stets in der Verantwortung ein zuverlässiger und sicherer Partner zu sein; dies gilt für unsere Fahrgäste gleichermaßen gegenüber unseren Mitarbeitern. Die Vorsorgemaßnahmen laufen weiterhin positiv und erfolgreich, sodass unsere Fahrzeuge sukzessive in den Betrieb zurück gehen. Aufgrund der Flottengröße benötigt dieses jedoch auch seine Zeit. Unsere Betriebs- und Werkstatt-Teams arbeiten mit Hochdruck“, ergänzt Euverte.

Komplexität Bearbeitung von Rad- und Bremsscheiben
Der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen beim Pkw verläuft selbst für Laien relativ einfach. Bei Zügen ist ein Radwechsel deutlich komplizierter und umfangreicher und auch langwieriger. Ein Radsatz besteht aus mehreren Teilen, wie Achse, Radschreibe und Bremsscheibe. Hinzu kommt, dass der Verschleiß aller drei Bauteile nicht gleich verläuft. Um einzelne Bauteile tauschen zu können, müssen alle Teile abmontiert werden; im Anschluss muss bei der Montage immer ein neues Radsatzlager eingebaut werden. Beim Austausch weniger Fahrzeuge verfügt das Werkstatt-Team über genügend Material. Wenn jedoch wie aktuell mehr getauscht wird, kann sich die Lieferkette von Materialien, Bearbeitung sowie Freigabe von Fahrzeugen aufgrund der Größenordnung verlängern.

Instandhaltungen und Reparaturen erhöhen das Werkstatt-Aufkommen zusätzlich
Neben der flottenweiten Prüfung sind die beiden Werkstätten in Hamm-Heessen und Bielefeld- Sieker weiterhin mit geplanten Instandhaltungen sowie kleineren Reparaturen betraut. Beispielsweise müssen durchschnittlich im 6-Wochen-Rhythmus die Triebzüge in die Werkstatt. Innerhalb dieses Zeitraumes werden über 40.000 km Laufleistung erbracht. Im Vergleich entspricht dies oftmals einer jährlichen privaten Pkw-Laufleistung. „Die Überprüfung unserer Fahrzeuge ist streng reglementiert. Hinzu kommt, dass auch Scheibenwischer oder auch andere kleinere Reparaturen kurzfristig und ungeplant zu einem erhöhten Arbeitsaufkommen in unseren Werkstätten führen“, sagt Euverte.

Unverschuldete Unfälle führen zur Flotten-Reduzierung Im Teutoburger Wald-Netz gab es in den vergangenen Wochen leider zwei tragische Unfälle. Beide Fahrzeuge befinden sich zur Prüfung und Reparatur in die Werkstatt. Die voraussichtliche Reparatur wird hier mehrere Wochen dauern; eines der Fahrzeuge wird aufgrund der starken Beschädigungen erst Anfang 2019 zur Verfügung stehen. Auch im Ostwestfalen-Lippe-Netz kam es zum tragischen Unfall vor wenigen Wochen; heute konnte das Fahrzeug wieder in den
Betrieb integriert werden.

Verminderte Fahrzeugverfügbarkeit führt zu Fahrplanänderungen auf der Linie RE 78 zwischen Minden und Nienburg
Bis zum 30. November kommt es auf der Linie RE 78, zwischen Minden (Westf) und Nienburg (Weser), zu Beeinträchtigungen des Fahrplans. Aufgrund von schwerwiegenden Unfallschäden sind zwei Triebfahrzeuge der eurobahn in diesem Zeitraum weiterhin nicht einsatzbereit. Die eurobahn hat für seine Fahrgäste montags bis freitags einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste können an folgenden Stationen ein- und aussteigen:

  • Minden (Westf): Busbahnhof, Bussteig 4
  • Petershagen-Lahde: Bahnhofsvorplatz
  • Leese-Stolzenau: Haltestelle Leese Abzw. Bahnhof
  • Nienburg (Weser): Busbahnhof (an der Verladerampe)

Alle Reisenden finden unter https://www.eurobahn.de/baumassnahmen/ den detaillierten Ersatzfahrplan. Darüber hinaus können sich alle Fahrgäste unter der kostenfreien Servicehotline 00800 387 622 46 informieren.

Pünktlichkeit auf der RB 50 konnte mit dem neuen Fahrplan stabilisiert werden
Seit Anfang dieser Woche wird der Fernverkehr auf der Strecke Münster – Dortmund umgeleitet. Bereits am Montag, 29. Oktober stabilisierte sich durch diese Maßnahme die RB 50 auf eine Pünktlichkeit von 91 %, da diese nun weniger vom Fernverkehr beeinflusst wird. Die Gutachten zu den infrastrukturellen Schäden entlang der Strecke werden voraussichtlich im Laufe dieses Monats den Branchenpartnern vorliegen und daraus evtl. weitere betriebliche Maßnahmen abgeleitet.

 

Mit über 63.000 Mitarbeitern in 16 Ländern gehört Keolis international zu den bedeutendsten Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen. In Deutschland nahm Keolis unter dem Markennamen „eurobahn" im Jahr 2000 den ersten Betrieb auf. Heute ist Keolis
Deutschland mit einem Streckennetz von aktuell 16,3 Mio. Zugkilometern pro Jahr einer der größten privaten Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen betreibt derzeit vier Netze (Maas-Rhein-Lippe-Netz, Hellweg-Netz, Ostwestfalen-Lippe-Netz, Teutoburger Wald-Netz) mit insgesamt 15 Linien und beschäftigt rund 650 Mitarbeiter. Seit 2016 haben außerdem Keolis-Triebfahrzeugführer das Steuer des Thalys auf dem deutschen Streckenabschnitt von Dortmund nach Aachen mit jährlich 650.000 Zugkilometern in der Hand.

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KEOLIS Deutschland GmbH & Co. KG

Nicole Pizzuti

Unternehmenssprecherin

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