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Spürnasen der DLRG Ortsgruppe Haan e.V. im Trainingseinsatz bei der eurobahn in Hamm-Heessen am 21. Mai

Am Sonntag, 21. Mai wird die eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen zum Übungsplatz für Personenspürhunde umgewandelt

Düsseldorf, 16. Mai 2023 – Am Sonntag, 21. Mai, von 10:00 bis 15:00 Uhr, kommt die eurobahn Werkstatt in Hamm-Heessen, Sachsenweg, im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hund. Die DLRG Ortsgruppe Haan e.V. (Bezirk Mettmann, Landesverband Nordrhein) nutzt erstmalig als besonderen Trainingsort die Züge und das Außengelände der eurobahn-Werkstatt. Dieser Trainingsort stellt für die Ausbildung der Mantrailer einen besonderen Trainingsort dar. Dort, wo sonst auf den Gleisen, der Grube oder der Hebebühne die 62 Stadler Flirt1-Elektrotriebwagen der eurobahn im 24/7-Schichtbetrieb gewartet und für den Betrieb vor- und nachbereitet werden, üben am Sonntag parallel zum Werkstattbetrieb sechs Hund-Mensch-Teams für den Rettungsfall. Die Teams der DLRG Ortsgruppe Haan e.V. werden in und um die Züge herum Personen suchen, die zuvor im komplexen Umfeld der Züge und des Gleisbereichs Spuren legen. „Wir freuen uns, der DRLG Ortsgruppe Haan e.V. erstmalig diesen Trainingsort zur Verfügung stellen zu können und auch selbst von dieser Zusammenarbeit zu profitieren“, sagt Lukas Hagemann, Bereichsleiter Health, Quality, Safety und Eisenbahnbetriebsleiter bei der eurobahn.

 

 

Einladung zum Fototermin

Redaktionsmitglieder sind herzlich zum Fototermin am Sonntag, 21. Mai 2023 eingeladen, und sich über die Übungen zu informieren. Bitte schicken Sie die Anmeldung bis zum 19. Mai 2023, 12:00 Uhr, an presse(at)eurobahn.de

 

Im Bereich der Rettungsarbeit werden immer mehr Mantrailer eingesetzt. Dabei wird der außergewöhnlich gute Geruchssinn der Hunde genutzt, um den Spurverlauf einer vermissten Person über einen Geruchsartikel aufzunehmen und zu verfolgen und im Idealfall zu finden. Die DLRG Ortsgruppe Haan e.V. hat aktuell elf Hunde und deren Hundeführer*innen in der Mantrailer-Ausbildung. Die Hunde müssen in der Ausbildung nicht das reine Riechen oder Aufspüren lernen, sondern das Verfolgen von menschlichen Spuren in den unterschiedlichsten Umgebungen, Situationen und visuellen oder akustischen Umgebungsreizen. Die Ausbildung baut dabei die Komplexität fortwährend auf. Wald- und Grünfläche bilden mit weichen Untergründen und geringeren Umgebungsgeräuschen und Kontaminationen den Start der Ausbildung dar. Dann folgt allmählich der Wechsel zur urbanen Landschaft mit unterschiedlichen Untergründen, wie weichem Boden in Form von Rasen und hartem Boden in Form von asphaltierten Untergründen. Anschließend folgen Gebiete, die immer mehr Geräusche, Gefälle, verschiedene Etagen, Kontaminationen durch andere Menschen oder Tieren aufweisen. Die Ausbildung dauert je nach Team und Trainingsintervall zwischen drei und vier Jahre und mündet mit Bestehen der Einsatzprüfung der DLRG. Auch die Hundeführer*innen in diversen Disziplinen müssen sich stets weiterbilden.

 

Die Entscheidung der Einsatzmittel bei Vermisstenfällen obliegt der Polizei. Die DRLG zählt zu denjenigen Hilfsorganisationen, die vom zuständigen Landesamt für Polizeiliche Dienste – kurz LZPD - im Falle einer Vermisstensuche hinzugezogen wird.

Das Haupteinsatzgebiet der Mantrailer aus Hilfsorganisationen sind an Demenz oder Alzheimer erkrankte Personen, die aus dem häuslichen Umfeld oder den untergebrachten Einrichtungen abgängig sind. Jugendliche, die aus Wohngruppen fliehen oder Suizidenten, die aufgrund von psychischen oder physischen Gründen sich das Leben nehmen wollen.

 

„Das stark ausgebaute Verkehrsnetz in den Ballungszentren spielt eine große Rolle bei der Vermisstensuche. Immer mehr vermisste Personen nutzen die Fahrzeuge des Nahverkehrs. Diese Einsatzszenarien im Training gezielt einzubauen sind äußerst schwierig“, sagt Andrea Weich, Mantrailer-Ausbilderin der DRLG-Ortsgruppe Haan e.V.  „Wir danken der eurobahn für diese erstmalige Möglichkeit, die unser Training einsatzrelevant bereichern und unsere Rettungshundearbeit vorantreiben wird“, führt Andrea Weich fort.

 

Die eurobahn pflegt im Rahmen ihrer eigenen Katastrophen- und Sicherheitsschulungen seit Jahren die Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr und weiteren Akteuren der Rettungsarbeit. „Sicherheit und Verantwortung funktionieren im Eisenbahnbetrieb nicht ohne enge, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit“, ergänzt Lukas Hagemann, Bereichsleiter Health, Quality and Safety.

kontakt

Elke-Katharina Sajovitz

Unternehmens­sprecherin

0170 14 69 781

presse(at)eurobahn.de

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