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Pressemitteilungen

KEOLIS Deutschland bewegt trotz Streik alles für seine Fahrgäste

  • Einzelne Linien sind voraussichtlich von 14 bis 18 Uhr vom Streik betroffen
  • eurobahn wird kurzfristig versuchen einen Schienenersatzverkehr für seine Fahrgäste einzurichten

Düsseldorf, 04. April 2019 – Kurz vor 13 Uhr hat KEOLIS Deutschland erfahren, dass die Gewerkschaft EVG zum zweiten Warnstreik des Tages aufruft. Von 14 bis 18 Uhr ist die Aktion am Standort Hamm geplant. Es ist nach wie vor unverständlich, warum die KEOLIS Deutschland, die Vorreiter bei der Einführung von betrieblicher Altersvorsorge sowie dem Angebot eines Wahlmodells mit 36 Tagen Jahresurlaub bestreikt wird. „Wir bedauern den Streik für unsere Fahrgäste sehr und bewegen alles, um die Auswirkungen für unsere eurobahn-Kunden so gering wie möglich zu halten“, sagt Geschäftsführerin Anne Mathieu. Die Linien, die vom Warnstreik betroffen sein können, sind die RE 3, RE 13, RB 69 sowie die RB 89.


Zu den Hintergründen
Am Montag, 25. März wurden die Tarifverhandlungen unterbrochen und das Angebot von KEOLIS Deutschland seitens der EVG abgelehnt. Um einen erfolgreichen Verhandlungsschluss zu erzielen, hat das Unternehmen der EVG ein verbessertes Angebot vorgelegt, das eine 50%ige Erhöhung der betrieblichen Altersvorsorge, eine Einmalzahlung in für den Zeitraum 01.01.2019 bis einschließlich 30.06.2019 in Höhe von 500 Euro* sowie eine tarifliche Gesamtanpassung von 5,2 % in zwei Schritten enthält. Weiterhin wurde eine Strukturanpassung der Gehälter, insbesondere für die Anfangsstufen, für einen Großteil der Mitarbeiter angeboten.

Unterbrochen wurden die Tarifverhandlungen aufgrund des geforderten Wahlmodells Schritt II der EVG. Es werden bis zu 6 weitere und zusätzliche Urlaubstage innerhalb des Wahlmodells Schritt II gefordert. Dies würde ein Jahresurlaubsanspruch von bis zu 42 Tagen bedeuten. Grundsätzlich steht KEOLIS Deutschland einem Wahlmodell offen gegenüber und war Vorreiter bei der Einführung des ersten Wahlmodells in 2018. In dieser Vorreiter-Rolle war KEOLIS Deutschland auch eines der ersten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen, welches eine betriebliche Altersvorsorge eingeführt hat sowie den „Fonds Soziale Sicherung“, ein Unterstützungsprogramm mit den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit und Absicherung der Mitarbeiter, anbietet. „Aufgrund dessen ist die Haltung der Gewerkschaft für uns nicht nachzuvollziehen“, so Mathieu.

Ein weiteres Wahlmodell wäre zurzeit weder für Fahrgäste noch für die Mitarbeiter verantwortungsvoll.

Die Hürden für die Eisenbahnverkehrsunternehmen sind hierbei u. a. der Fachkräftemangel. Es ist bereits heute für die Branche schwierig, die Qualifizierungskurse mit genügend geeigneten Bewerbern zu füllen. Der erhöhte Urlaubsanspruch des Wahlmodells hätte einen weiteren enormen Einfluss auf eine personalbedingte stabile Performance, indem es für KEOLIS Deutschland mehrere sofortige zusätzliche Einstellungen
erfordern würde.

Der langfristige Blick muss zudem auf die Klimaschutzziele der Regierung und dem Ziel bis zum Jahr 2030 die Fahrgastzahlen zu verdoppeln gerichtet sein; bereits heute hat die gesamte Branche ihre Hausaufgaben zu erledigen. Der Deutschlandtakt spielt in dieser Zielsetzung ebenfalls eine bedeutende Rolle. Um diesen gerecht zu werden, müssen die Eisenbahnverkehrsunternehmen heute bereits langfristig und wirtschaftlich planen. Neue Strecken, neue Taktungen bedeuten mehr Linien und mehr Personal.

Aufgrund dessen kann KEOLIS Deutschland zum heutigen Zeitpunkt im Interesse der Fahrgäste und der Belastung der aktuellen Belegschaft kein weiteres Wahlmodell erlauben. Ziel bleibt, einen Tarifvertrag mit der EVG auszuhandeln, der alle Beteiligten zufrieden stellt. „Wir hoffen, dass wir in Kürze eine Einigung erzielen können“, schließt Mathieu ab.


Vorreiter bei der Umsetzung eines Wahlmodells
KEOLIS Deutschland bietet als eines der ersten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen bereits seit dem Jahr 2017 eine betriebliche Altersvorsorge, hat im Januar 2018 ein Wahlmodell für seine Mitarbeiter eingeführt, welches insgesamt 36 Tage Jahresurlaub bietet.

Über die verhärteten Forderungen der EVG ist KEOLIS Deutschland verwundert, da die privaten Wettbewerbsunternehmen erstmalig in 2019 oder später ein Wahlmodell mit 36 Tagen Jahresurlaub sowie eine betriebliche Altersvorsorge umsetzen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum wir jetzt zu stark erhöhten Ansprüche aufgefordert werden“,schließt Mathieu ab.

 

Mit über 63.000 Mitarbeitern in 16 Ländern gehört Keolis international zu den bedeutendsten Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen. In Deutschland nahm Keolis unter dem Markennamen „eurobahn" im Jahr 2000 den ersten Betrieb auf. Heute ist Keolis Deutschland mit einem Streckennetz von aktuell 16,3 Mio. Zugkilometern pro Jahr einer der größten privaten Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen betreibt derzeit vier Netze (Maas-Rhein-Lippe-Netz, Hellweg-Netz, Ostwestfalen-Lippe-Netz, Teutoburger Wald-Netz) mit insgesamt 15 Linien und beschäftigt rund 650 Mitarbeiter. Seit 2016 haben außerdem Keolis-Triebfahrzeugführer das Steuer des Thalys auf dem deutschen Streckenabschnitt von Dortmund nach Aachen mit jährlich 650.000 Zugkilometern in der Hand.

Wichtige Information:

Die EVG vermeldete einen erfolgreichen Warnstreik vergangene Woche und wir möchten, vor allem auf den letzten Part, Stellung beziehen.

https://www.evg-online.org/meldungen/details/news/warnstreik-bei-keolis-was-fuer-ein-tag-wir-sagen-danke-6679/

Nach bislang vier Verhandlungsrunden hat es zwar eine Annäherung in der Frage der Entgelterhöhung gegeben – aber keine Bewegung des Arbeitgebers beim Wahlmodell. Das aber gehört zu unseren Kernforderungen. Ziel der EVG ist es, das Wahlmodell in unserem ganzen Organisationsgebiet einzuführen. In über 70 Unternehmen außerhalb der DB ist uns das bereuts gelungen. Und auch bei Keolis werden wir von dieser Forderung nicht abrücken.

Angeführte Aussage ist leider inhaltlich sowie sachlich falsch.

Nach insgesamt drei Verhandlungsrunden hat die EVG die Verhandlungen unterbrochen. Hintergrund ist, dass wir das Wahlmodell Typ II zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen. Das oben erwähnte eingeführte Wahlmodell in über 70 Unternehmen, bieten wir seit 2018. Hier waren wir Vorreiter bei der Einführung. Das Wahlmodell Typ II mit bis zu 42 Tagen Jahresurlaub wurde bisher erst bei einem einzigen Unternehmen umgesetzt, welches von der Unternehmensgröße etc. überhaupt nicht mit uns vergleichbar ist. Wir bedauern, dass die EVG hier nicht sachlich und fachlich korrekt widerspiegelt und dies sicherlich zu Unmut führt, da unsere Unternehmenshaltung somit nicht nachempfunden werden kann.

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KEOLIS Deutschland GmbH & Co. KG

Nicole Pizzuti

Unternehmenssprecherin

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